Produktivität am Arbeitsplatz hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Persönliche Präferenzen stehen im Vordergrund, wenn es darum geht, Störfaktoren zu minimieren und die Effizienz zu optimieren. Eine Taktik, die mir geholfen hat, schneller zu arbeiten, ist die Aufteilung der Arbeit auf mehrere Bildschirme.

Aufstellung von vier Bildschirmen zur Arbeitsoptimierung

Mein Arbeitsplatz-Setup, um den Überblick über laufende Projekte und über anstehende Arbeiten zu haben.

Jeder kennt die arbeitenden Pendler im Zug, die in ihr MacBook starren und auf einem 13 Zoll-Bildschirm zwischen Word-Dokument, PowerPoint-Präsentation, Code-Editor, Mail-Postfach und vielem mehr hin- und her wechseln. Nebeneinander haben die Fenster praktisch nie Platz auf einem Notebook-Monitor, also bleibt nur der Vollbildmodus. Je nach Tätigkeit kann dies extrem Zeit oder Nerven kosten – beispielsweise, wenn Textteile aus einem Fenster in das andere kopiert werden müssen. Einmal kopieren, das korrekte Fenster finden, einfügen, wieder das originale Fenster finden, und das ganze beginnt von vorne. Erschwerend hinzu kommt, dass sich die Reihenfolge der geöffneten Programme je nach Betriebssystem und Verwendung ändern kann – man wird also gezwungen, beim Fenster wechseln genau hinzuschauen.

Mit unseren MacBooks, die eine Swipe-Geste unterstützen (damit wird zwischen Vollbild-Desktops gewechselt), entsteht so beim Wechsel und beim Suchen des passenden Fenstern eine unnötige Unruhe. 

Vollbild-Wechsel mittels MacBook Swipe-Geste auf dem TouchPad

Am Arbeitsplatz wurde schon seit Beginn auf einen zweiten Monitor gesetzt. Dieser 27 Zoll-Screen hilft mitunter, Webapplikationen sowohl auf kleinen wie auch auf grossen Bildschirmen zu testen. Zudem kann ich Programme auslagern, um den Überblick zu behalten.

Schnell wurde mir aber bewusst, dass ein zweiter Monitor bei mir nicht reicht. Ich möchte meine Aufgabe auf einen Blick sehen – und dazu gehören normalerweise drei Fenster:

  1. Die Aufgabenstellung: In der Regel ein Ticket oder eine Story im Projekt-Tool, ggf. Design-Vorlagen
  2. Das Projekt, an dem ich arbeite, im Browser (das Resultat der aktuellen Aufgabe)
  3. Der Code-Editor, mit dem ich die Aufgabe umsetze

Während meiner Arbeit im Home-Office, konnte ich jeweils mit den beiden externen Bildschirmen meines eigenen PCs arbeiten, zusätzlich zum MacBook-Bildschirm. Die Effizienz war jeweils besser, als wenn ich im Büro einen Bildschirm weniger zur Verfügung hatte. Glücklicherweise stand bei einem temporären, nicht mehr verwendeten Arbeitsplatz ein verwaister Bildschirm, der niemandem gehörte, worauf ich ihn bei mir installierte und begann, damit zu arbeiten – bis er mir schliesslich (wohl versehentlich) fest zugeordnet wurde. 

Aller guten Dinge sind vier?

Nun ist es tatsächlich schon vorgekommen, dass ich mich nach einem vierten Bildschirm gesehnt hatte. In Fällen, in denen eine Designvorlage und ein Projektplanungstool gleichzeitig benötigt werden, oder wenn man auf den drei Monitoren an einem Projekt arbeiten will, aber in einem anderen Projekt Prozesse überwachen muss – da wäre halt ein vierter Bildschirm durchaus ein Segen.

Mangels Display-Anschluss im MacBook musste eine kreative Lösung gefunden werden – und diese fand ich in Duet. Die Kombination aus MacBook-App und iPad lässt mich ein über USB-Kabel verbundenes iPad via Apple AirPlay als vierten Bildschirm verwenden. Das iPad verhält sich wie ein echter Bildschirm und kann sowohl mit der Maus wie auch direkt via Touch bedient werden!

Mauscursor verschiebt über alle Bildschirme und über Duet-iPad-Bildschirme, welche auch via Touch bedient werden können.

Der vierte Bildschirm ist – zugegeben – eine kleine Spielerei. Drei Bildschirme reichen in den meisten Fällen längstens aus, um einen sauberen Überblick über ein Projekt zu erhalten, oder wenn mehrere Projekte gleichzeitig geöffnet sind, reicht ein Swipe pro Bildschirm und der komplette Fokus ist gewechselt. So kann die Gewöhnungszeit an eine Aufgabe minimiert und der Überblick (und somit die Effizienz) gesteigert werden.

Florian Müller

Florian Müller

ist ein echter Teamplayer - sowohl beruflich als auch privat. Der Allrounder ist sowohl in der klassischen PHP-Entwicklung zu Hause, als auch bei kniffligen Aufgaben, die Improvisation und Querdenken erfordern.