EVENT-TRILOGY 2/3

Jedes Jahr treffen sich mehr als 1'000 Experten am DirectDay der Post in Bern, um über aktuelle Entwicklungen im Marketing zu diskutieren. Dieses Jahr stand der Megagtrend der Individualisierung – das Hypertargeting – im Zentrum. 

Prof. Dr. Marcus Schögel von der HSG gab als Theoretiker praktische Tipps und Erkenntnisse weiter, wann die Massen-Individualisierung erfolgreich ist und wann nicht. Wichtige Faktoren dazu sind Relevanz, Nähe und Orientierung.

Wie Massenindividualisierung in der Praxis aussehen kann, zeigte Martin Nydegger von Schweiz Tourismus auf. Seine Kampagnen werden immer differenzierter und längst gibt es nicht mehr nur eine Sommerkampagne, sondern mehrere. Konsequent werden diese an Zielgruppen mit bestimmten Bedürfnissen oder Verhaltensweisen (Personas) und deren Customer Journeys ausgerichtet und auch geografisch differenziert.

Ein Highlight war der Auftritt von Neil Harbisson, Avantgarde-Künstler und Cyborg-Aktivist. Er zeigte auf, dass das Individuum durch Technologie noch weiter individualisiert werden kann. Neil kann keine Farben sehen und hat sich deshalb eine Antenne implantiert, welche die Farben direkt in Töne umwandelt und an seine Schädelknochen überträgt. Durch eine Internetverbindung ist er in der Lage, auch entfernte Farben wahrzunehmen, etwa Sonnenuntergänge in Australien oder das vielschichtige Schwarz des Weltalls mittels einer Live-Übertragung aus der ISS.

«Ich wurde gehackt und es war gut»

– Neil Harbisson, Avantgarde-Künstler und Cyborg-Aktivist

Gedanken zum DirectDay Bern

Die Verschmelzung von Mensch und Technologie erweitert die Grenzen der Individualisierung nochmals und erschliesst neue Wahrnehmungsformen und Sinne.

Thomas Husmann

Thomas Husmann

Thomas leitet das Data Insights Team und berät die Kunden als Data Scientist und Business Analyst. In Kombination mit Design-Thinking-Ansätzen legt er so den Grundstein für erfolgreiche Projekte.