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MuDA - Plotter

Wir holen uns digitale Inspirationen im MuDA

Wenn wir meinen, dass wir in der digitalen Welt schon alles gesehen haben, dann liegen wir komplett falsch. So durften wir in der neusten Ausgabe unseres InspirationDay die einmalige Gelegenheit wahrnehmen, die Sonderausstellung einer digitalen Pionierin im Kunstumfeld zu besuchen – Vera Molnar.
Datum
Autor
Christian Schär

Die Expedition in diese unbekannte Sphäre der digitalen Welt startete in der Galerie La Ligne, wo uns Urban Hess und sein Kompagnon Jacky Paul Meyer mit einem kleinen Apéro empfingen. Die Galerie hat sich komplett der geometrischen Kunst verschrieben und nimmt regelmässig an internationalen Messen teil. Die beiden Kunstexperten gaben uns die ideale Einführung in die komplexe Materie der gegenstandslosen Kunst, die uns wenig später im MuDA, Museum of Digital Art, erwartete.

Galerie La ligne

Vera Molnar – Die Grande Dame der digitalen Kunst

Angekommen im MuDA wurden wir von der Museumsgründerin und Direktorin Caroline Hirt herzlich begrüsst und bekamen eine Exklusivführung durch die aktuelle Ausstellung von Vera Molnar. Die 95jährige! Ungarin, die immer noch aktiv in der Kunstszene ist, benutzt als eine der ersten Künstlerinnen den Computer, der ihr endlose Variationen von geometrischen Formen und Linien ermöglicht.

Im Jahr 1968 durfte sie im Rechenzentrum der Universität Paris den neuen Forschungs-Computer brauchen, um algorithmische Zeichnungen zu berechnen. Trotz anfänglicher Skepsis der Verantwortlichen erlaubte man ihr, einzelne Minuten am Terminal zu verbringen und liess den Prozessor Formen und Linien kalkulieren, die sie dann mit einem Stift plotten liess.

MuDA - Vera Molnar

Computer sind wertlos ohne das menschliche Gehirn, das komplizierte Kombinationen zur Berechnung vorgibt.

Vera Molnar

Ein eigener Molnar

Zum Schluss der Führung gings dann noch an eine geheimnisvolle «Maschine», einen Plotter, mit eigenem Willen, den man mit sechs Einfränkler zum Arbeiten bewegen konnte. Das Gerät entscheidet dann selber, wieviele Münzen es behalten und welchen Preis es dem Käufer somit machen will. Anschliessend zeichnet er aus einem Fundus von sechs Grundmustern einen «fast echten» Molnar, den man sich an die Wand hängen kann.

Muda Plotter