Blogserie zum Thema Design Thinking

Zu Beginn unserer Projekte beschäftigen wir uns intensiv mit den Bedürfnissen unserer Kunden und deren Enduser und sammeln relevante Informationen zur Geschäftsumgebung. Sie haben bereits in unserer Design Thinking Blogserie einige Tools und Methoden kennengelernt und heute lernen Sie eine weitere wichtige Methode kennen: die Ecosystem Map.

Eine Ecosystem Map hilft uns, die Geschäftsumgebung unserer Kunden schnell zu verstehen. Die Map zeigt alle wichtigen Wertschöpfungsketten zwischen dem Kunden und allen wesentlichen Stakeholders, mit denen er interagiert. Zudem werden Interaktionen zwischen Menschen, Maschinen, Geräten, Plattformen und Systemen visualisiert und Schnittstellen erfasst, um eine ganzheitliche Benutzererfahrung zu erheben.

Eine solche Aufzeichnung kann für Dienstleistungen oder gesamte Geschäftsmodelle erstellt werden, um Verbesserungspotenziale der Kundenerlebnisse zu ermitteln. Sie können aber auch ein Ökosystem Ihrer Kunden erarbeiten, um Ihre Produkte und Dienstleistungen zielgerichteter zu platzieren. Je nach Anforderungen benötigen Ecosystem Maps oft unterschiedliche Zoomstufen – von komprimierten bis hin zu sehr detaillierten Ansichten.

Die wichtigsten Elemente eines Ökosystems


Sphären

Je nach Anwendung können unterschiedliche Sphären definiert werden:

z.B. (1) Core Value Proposition (Wertangebot), ergänzende Angebote, Liefer- und Aktivierungsnetzwerk, weitere Stakeholders; (2) User, Organisation, Ecosystem und Society; (3) Kerngeschäft, erweitertes Geschäft und Geschäfts-Ökosystem

Ecosystem Map Beispiel


Akteure

z.B. Personen, Abteilungen, Organisationen, Orte, Maschinen, Schnittstellen, Geräte, Systeme


Interaktion oder Werteaustausch

z.B. Waren & Dienstleistungen, Geld & Kredite, Informationen und immaterieller Wert

Wie oben erwähnt, können Ökosysteme aus verschiedenen Perspektiven erstellt werden. So wird bei einem User-Ökosystem nicht nur das eigene Unternehmen abgebildet, sondern auch Wettbewerber sowie externe Akteure, die möglicherweise keine direkte Beziehung zu dem Unternehmen haben. Wir empfehlen, die Map mit Stakeholdern zu ergänzen, die als Meinungsbildner oder Einflussnehmer agieren können. Das Geschäfts-Ökosystem konzentriert sich auf sich selbst und externe Stakeholders, die an Supportprozessen beteiligt sind. Darunter gehören unter anderem Kunden, Lieferanten, Mitbewerber, Vermittler, Geldgeber und Providers.

Da Ökosysteme sehr chaotisch werden können, sollten Sie einen klaren Fokus haben. Versuchen Sie nicht, jeden Stakeholder auf derselben Map zu visualisieren; es ist nützlicher, verschiedene Ökosysteme für verschiedene Zwecke zu erstellen.

Business Ecosystem Map

Beispiel eines Business Ecosystem; © Schmiedgen J., 2013

Die Vorteile einer Ecosystem Map

Um die Geschäftsaktivitäten zu optimieren, ist es wichtig, eine Gesamtübersicht über alles zu haben: Ihre Geschäftsprozesse, Produktlinien, Wettbewerber, Zukunftspläne, Endkunden, ihre Zwischenhändler, bestehende Technologie Infrastruktur, etc. Diese Informationen helfen uns, Sie bei strategischen Entscheidungen über Technologie, Plattformen, Zeitpläne, Prioritäten usw. zu beraten.

Durch das Verständnis aller Akteure, die mit einem Produkt oder Dienstleistung interagieren, können frühzeitig Probleme erkannt und entsprechende Massnahmen entwickelt werden.

Entwicklung von Ökosystemen

Die Ökosystemanalyse ist ein kollaborativer Prozess, der Unternehmen dabei unterstützt, die Reihe komplexer Abhängigkeiten zu identifizieren, die alle ihre Interaktionen mit Kunden prägen. Typischerweise in einem Workshop durchgeführt, identifizieren und dokumentieren Teams die Personen, Prozesse, Richtlinien und Technologien, die ein Kundenerlebnis schaffen.

Eine detallierte Anleitung und Vorlagen steht Ihnen als PDF-Download zur Verfügung:

Design Thinking Booklet anfordern

 

Weitere Artikel in der Blogserie Design Thinking:

 

 

Angela Fioroni

Angela Fioroni

zeigt – als Walliserin mit italienischen Wurzeln und Wahlheimat Zürich – ihre Offenheit nicht nur geografisch, sondern auch als neugierige Querdenkerin mit Erfahrung im Design Thinking.