Eine User Experience Review ist ein erschwinglicher und effizienter Weg, um ein digitales Produkt zu überarbeiten und punktuell zu verbessern. Dank Research-, Design-, Prototyp- und Testing-Phasen, konnten wir für die Kreditmanagement Software «WinCredit» gezielte Massnahmen treffen. 



«WinCredit» ist eine bestehende Software, welche Banken das Kreditmanagement mit maximaler Automatisierung und Effizienz über den gesamten Kredit-Lebenszyklus ermöglicht. Auf der Roadmap der bestehenden Software wurde in einem ersten Schritt die Version 3.0 gelauncht und bereits ausgerollt. Die Firma BaseNet AG, welche hinter dem Produkt steht, entschloss sich darauf, ein ausführliches UX Review mit Previon+ zu machen, um ihr Produkt zu überprüfen, neue Ansätze zu evaluieren und mit Hilfe eines Prototypen auszutesten. 

In einem UX Review beurteilen wir den aktuellen Zustand des Produkts und zeigen auf, was nötig ist, um die Kundenzufriedenheit und somit den Geschäftserfolg weiter zu steigern. Darin enthalten sind Prozesse und Strukturen, welche hinterfragt und neugestaltet werden, aber auch visuelle Aspekte, die dem User die tägliche Arbeit erleichtern sollen. 

In vier Schritten zur Lösung
Mit unserem Vorgehen von Research, Design, Prototype und Testen sind wir in der Lage, in kurzer Zeit die Problemstellungen des Produktes zu eruieren und Lösungen zu präsentieren. Diese können direkt in einem Klick-Dummy überprüft werden. 

P+ UX Review Steps

Resultate und ausgewählte Lieferobjekte
In einem ersten Schritt, haben wir uns auf konkrete Themen fokussiert und dazu Lösungen präsentiert. Das Lieferobjekt war ein Massnahmenkatalog mit diversen Vorschlägen für konkrete Problemstellungen. Ziel des Reviews war es, dass der User intuitiver und schneller zu seinem gewünschtem Inhalt gelangt, sowie jederzeit eine Übersicht über alle Schritte behält, aber auch um Platz zu schaffen, für weitere Funktionen und Features, welche in Zukunft kommen werden. 

P+ Katalog
Die Lieferobjekte wurden thematisch gegliedert.


Ablauf
Zu Beginn haben wir einen UX Research der bestehenden Softwareapplikation durchgeführt und die wichtigsten Optimierungen festgehalten. Darunter gehörten unter anderem die Struktur; wie sich der User durch die Software navigiert, welche Elemente wo auf dem Screen platziert sind und welchen Status/Priorität sie dadurch haben. Bis hin zu grafischen Elementen, welche wir analysiert und hinterfragt haben. Folgend gehen wir auf zwei ausgewählte Lieferobjekte ein und zeigen auf, warum diese Auswirkungen auf eine reibungslose User Journey haben. Die Ergebnisse und Designs im Prototyp wurden ständig mit dem Kunden überprüft und überarbeitet, bis zur Abschlusspräsentation der Ergebnisse. 

01. Anordnung/Struktur/Farbabstufungen 
Für die User ist es wichtig, dass sie intuitiv und schnellstmöglich einen Überblick über die verschiedenen Funktionen erhalten. Dies erreicht man oft, indem alle Inhalte auf dem Screen strukturiert und kategorisiert werden. Welche Inhalte gehören zusammen und welche Positionierung hilft, um unsere Ziele zu erreichen. Anhand einer Priorisierung können Elemente und Funktionen platziert und gestaltet werden. Um dem Tool eine klarere und intuitive Hierarchie zu geben, wurde eine neue Anordnung vorgeschlagen. Die «Kopfzeile» wird neu mit dem Brand «WinCredit» besetzt, sowie einer prominenteren Suchfunktion. Diese Header-Elemente grenzen sich farblich klar vom täglichen Businessbetrieb ab und somit sind alle Elemente, welche der User für den täglichen Gebrauch (Navigation, Verlauf, offene Objekte sowie Datenanzeige und Erfassung) benötigt, horizontal und farblich abgestuft, auf einer Ebene. 

P+ UX Review
Neuer Vorschlag der Element-struktur und -Anordnung

 

BaseNet Prototyp


02. Typografie & Icons 
Für das Typografiekonzept wurden ebenfalls Best-Practices-Vorschläge erarbeitet. Den Fokus haben wir auf die visuellen Auszeichnungen gelegt, um die Zusammengehörigkeiten der Texte und die Lesbarkeit zu erhöhen. Auch dieser, oft etwas stiefmütterlich behandelte Aspekt, kann zu einer enormen Erleichterung in der Bedienung des Produktes führen. Zudem wurden Vorschläge für angepasste Icons erarbeitet, die alle die gleiche visuelle Sprache aufweisen: dies sowohl hinsichtlich Kontrast und Grösse, als auch der eingesetzten Symbole. Ansonsten kommt es zu einer Fehl-Gewichtung der Menupunkte und man leitet den User unbeabsichtigt falsch. Beispiel: Ausgefüllte Icons wirken wichtiger als eine Symbolik, welche nur mit Umrissen gestaltet wurde.   

P+ UX Review Icons
Icons mit einem ähnlichen Kontrastwert, wirken gleich wichtig.

Fazit

Innerhalb kürzester Zeit konnten wir dank der UX Research – mit einer «Aussensicht» auf die Software – einen qualitativen Pool an Ideen, Anregungen und Vorschlägen zusammentragen. Unser Kunde hat nun eine wertvolle Analyse seines Produkts sowie einen Katalog mit qualitativen Massnahmen für die weitere Umsetzung ihres Produkts. 



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Nicolas Brivio

Nicolas Brivio

schenkt seine ganze Aufmerksamkeit der Benutzerfreundlichkeit. Als User Interface & User Experience Designer begleitet er Projekte in den Startphasen und überwacht mit prüfendem Auge die Entwicklung bis zum Rollout.