In unserer Blog-Serie über agiles Projektmanagement haben wir bereits zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel «Controlling in agilen Projekten» berichtet. In diesem Blogbeitrag widmen wir uns dem Qualitätsmanagement in Webprojekten.

Wie definieren wir Qualität in Webprojekten?

Es ist genügend Literatur zum Thema Qualitätsmanagement und damit verbunden zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle vorhanden. Diese Quellen beschreiben die nötigen Prozesse, Rollen und Werkzeuge zur Sicherstellung von Qualität in der Software-Entwicklung. In diesem Beitrag möchten wir jedoch auf einen anderen Aspekt des QM eingehen.

In der Webentwicklung ist mit «Qualität» in der Regel die Sicherstellung von qualitativ hochwertiger Software gemeint. Dies umfasst typischerweise Massnahmen wie die Einhaltung von Code-Conventions, Funktions- und Integrations-Tests, Unit-Testing, Best-Practices, automatisiertes Testing, Deployment-Prozesse, Browser-Testing und vieles mehr. In unseren Projekten geht das Qualitätsmanagement jedoch über diese technische Sichtweise hinaus. Wir unterscheiden zwischen der Qualität der Software und der Qualität der Lösung. Letzteres umfasst wesentlich mehr als «nur» die Entwicklung von qualitativ hochwertiger Software.

Qualitätsmanagement beginnt spätestens beim Kick-Off-Meeting

Eine qualitativ hochwertige Lösung ist mehr als hochwertige Software. Die entwickelte Lösung muss die Bedürfnisse der Zielgruppen, die zugrundeliegenden User Stories und letztlich die definierten Projektziele erfüllen. Um diese Form der Qualität sicherzustellen ist es wichtig, von Beginn weg entsprechende qualitätssichernde Massnahmen einzuleiten. Dies beginnt bereits mit der klaren, verständlichen und messbaren Definition der Projektziele in der Anfangsphase und der damit verbundenen ausführlichen Beschreibung der Zielgruppen und deren Bedürfnisse.

Damit kann man die Erreichung der Projektziele besser planen und Anforderungen bzw. User Stories priorisieren und klar ausformulieren. Das Formulieren von Akzeptanzkriterien für die User Stories ist essenziell. So ist genau festgelegt, welche Punkte erfüllt sein müssen, damit die User Story die übergeordneten Bedürfnisse der Zielgruppen und damit auch die damit verbundenen Ziele erfüllt.

Klare User Stories minimieren Missverständnisse bei der Umsetzung und sorgen dafür, dass die Entwickler zielgerichtet und effizient arbeiten können. Schliesslich ist ein logisch falsch implementierter Benutzerablauf genauso ein «Bug», wie fehlerhafter Code. Solche Qualitätsprobleme entstehen üblicherweise durch missverständlich definierte Anforderungen, welche ihren Ursprung bereits früher im Prozess haben.

Fazit

Qualitätsmanagement umfasst sowohl Massnahmen zur Garantie von technisch hochwertiger Software, als auch zur Sicherstellung der Erreichung der Projektziele und Erfüllung der Bedürfnisse der Zielgruppen. Dieser Prozess umfasst somit die gesamte Projektlaufzeit vom ersten Meeting bis zum GoLive und wird während dem Betrieb fortgeführt.

Previon+ wird diesen Ansprüchen durch das 3-stufige Projektvorgehen gerecht und stellt im Rahmen des agilen Entwicklungsprozesses hochwertige Lösungen sicher. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden individuelle Service Level Agreements um den qualitativen Ansprüchen auch über das Projekt hinaus gerecht zu werden.