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Wie sich KMUs für die Zukunft rüsten können

Angela Fioroni
Head of Previon Next / Digital Consultant
Angela Fioroni, Thomas Husmann und Roger Wernli besprechen neue Geschäftsmodelle und Strategien.
Die Corona-Krise hat viele KMUs hart getroffen. In einigen Unternehmen entfesselte die Pandemie eine ungewohnte Innovationskraft, andere gerieten in eine Schockstarre. Wie unterscheiden sich diese Unternehmen? Was braucht ein KMU, damit es vor weiteren Krisen gewappnet ist?

Die Pandemie zwingt praktisch alle Unternehmen, über ihr Geschäftsmodell nachzudenken und schnell zu handeln. Projekte müssen in Rekordzeit umgesetzt, Systeme umgekrempelt und neue Kundenbedürfnisse frühzeitig aufgespürt und abgedeckt werden. Doch wie schafft ein KMU das?

1. Klare Vision & Werte

Um erfolgreich zu sein, braucht es eine klare Vision und starke Unternehmenswerte. Diese bilden die Grundlage Ihrer Unternehmenskultur und müssen allen im Unternehmen bekannt sein – unabhängig von Hierarchiestufen. Führungskräfte müssen das Gefühl vermitteln, dass Ihre Mitarbeiter*innen Teil eines grösseren Ganzen sind. Dies gibt nicht nur der Arbeit einen tieferen Sinn, sondern hilft auch, fokussiert auf ein Ziel hin zu arbeiten.

Besonders wenn ein Sturm aufzieht, muss die gesamte Besatzung wissen, in welche Richtung sie steuern muss. In Zeiten der Ungewissheit besteht der Zweck einer Vision darin, eine klare Aussage darüber zu treffen, wohin sich die Organisation entwickelt, und dadurch die Entscheidungen und Prioritäten von Führungskräften und Mitarbeiter*innen zu lenken.


Beispiele starker Unternehmensvisionen:
Die revolutionäre Gründungsvision von Microsoft im Jahre 1975:
«Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause.»
Wikipedia: «Stell Dir eine Welt vor, in der jeder einzelne Mensch freien Anteil an der Gesamtheit des Wissens hat.»


Erfolgreiche Organisationen stellen sicher, dass ihre Ziele stets in Synergie mit ihrer Vision und ihren Werten stehen, und betrachten dies als Grundlage für jede strategische Planung und Entscheidungsfindung. Jede/r kann (und soll) einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Das bedeutet, dass Unternehmen Transparenz und Eigenverantwortung fördern müssen. Was uns zum nächsten Punkt führt.

2. Agilität statt starre Hierarchien

Starre Organisationsstrukturen, mangelnde Transparenz und schlechte Führung blockieren das vorhandene kreative Potenzial der Mitarbeiter*innen besonders in Krisenzeiten. Arbeitsprozesse müssen so organisiert sein, dass Eigenverantwortung und interdisziplinäre Zusammenarbeit Platz haben.

Agile Methoden ermöglichen genau das. Selbstorganisierte, funktionsübergreifende Teams arbeiten zusammen, treffen autonom wichtige Entscheidungen und übernehmen so Verantwortung für die Erreichung der Ziele. Die vereinbarte Vision sowie die Werte dienen dabei als Leitplanke.

Diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht es, sich schnell und erfolgreich an ein sich ständig wandelndes Umfeld anzupassen und mit ihm zu wachsen. Diese Anpassungsfähigkeit an den heute volatilen und komplexen Markt kann zu grossen Wettbewerbsvorteilen führen, wenn man es schafft, angemessen auf Veränderungen zu reagieren.

5 Merkmale von agilen Organisationen von der McKinsey&Company
Die 5 Merkmale von agilen Organisationen - Quelle: McKinsey&Company

3. Märkte und Trends verstehen

Leider gibt es keine Kristallkugel, die alle Gefahren – wie beispielsweise eine Pandemie – vorhersehen kann. Das bedeutet nicht, dass wir blind oder ziellos in die Zukunft navigieren müssen. Viele Gefahren oder Marktveränderungen lassen sich nämlich frühzeitig erkennen: So sollte zum Beispiel jedes Handelsunternehmen bereits jetzt neue Strategien abwägen, da Amazon kurz davor steht, FBA (Fulfillment by Amazon) in die Schweiz zu bringen (Quelle: Handelszeitung). 

Was bedeutet das für schweizer Händler? Der Druck wird noch stärker, da man den Markt in Zukunft mit günstigeren ausländischen Anbietern teilen muss. Diese Marktveränderung bietet auch Chancen für Expansionspläne. Jedoch sollten diese Pläne bereits jetzt geschmiedet werden und nicht erst, wenn es ums Überleben geht.

Aber halten Sie nicht nur Ausschau nach den grossen globalen Mitbewerbern. Auch die Kleinen können Ihren Markt zerrütten. Startups sind meist agiler, können sich besser an neue Marktgegebenheiten anpassen und so ganze Branchen umwälzen.

Und vergessen Sie nicht Ihre Zielgruppe. Die Bedürfnisse oder das Konsumverhalten Ihrer Kundschaft kann sich verändern. In Krisenzeiten werden solche Veränderungen beschleunigt. So wurde Covid-19 zum Turbo-Beschleuniger für die Digitalisierung. Aber es gibt weitere Trends, die Sie auf dem Radar haben sollten: Sharing-Economy, Nachhaltigkeit und Personalisierung – diese gesellschaftlichen Trends beeinflussen unser Konsumverhalten und werden in Zukunft noch viele Geschäftsmodelle transformieren.

Krise als Opportunität

«Never let a good crisis go to waste», soll Winston Churchill gesagt haben. Hinter jeder Krise verbergen sich Chancen, die Sie nutzen können. So wurden beispielsweise Zalando oder Airbnb mitten in der Finanzkrise 2008 gegründet.

Damit Sie diese und auch weitere Krisen bewältigen, brauchen Sie eine klare Vision und starke Unternehmenswerte, eine agile Kultur und ein gutes Markt- und Kundenverständnis. So lassen sich innovative Geschäftsmodelle und kreative Lösungen finden.

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Mit dem Business Design Bootcamp lancieren wir ein Workshop bei welchem Sie innerhalb von 2 Tagen lernen, wie eine Idee in ein erfolgreiches Geschäftsmodell transformiert werden kann. 

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