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Previon Buchtipp: Essentialism – The Disciplined Pursuit of Less von Greg McKeown

Usha Trepp
Head of Marketing & Communication
Greg McKeown Essentialism
Überarbeitet und gleichzeitig unterfordert sowie ständig sozialem Druck ausgesetzt, noch mehr Aufgaben anzunehmen – diese Situationen kommen bestimmt vielen bekannt vor. «Essentialism» zeigt, dass viele kleine und grosse Alltagsprobleme dieselbe Wurzel haben und wie wir sie pragmatisch anpacken können, um sie nachhaltig zu lösen.

Was verspricht das Buch?

Weniger, aber besser! «Essentialism» zeigt, dass nur wenige Dinge wirklich von Bedeutung sind, um unsere Ziele zu erreichen und unser Wohlbefinden zu steigern. In konkreten Schritten zeigt Greg McKeown, wie wir unser Leben von allen unwichtigen Dingen entrümpeln und mit einer immer grösser werdenden Leichtigkeit unser Leben konsequent auf die wenigen Dinge fokussieren, die wirklich wichtig sind. 

Wird dies erreicht?

Ja. McKeown wählt eine gute Mischung aus high-level Ansätzen und konkreten Beispielen, wie sich der Ansatz im Alltag umsetzen lässt.

Wenn ja, wie?

In vier Schritten wird aufgezeigt, welches Kern-Mindset hinter dem Essentialismus steckt, wie man lernt, die richtigen Fragen zu stellen und konsequent die eigene Energie auf das Wesentliche zu lenken.

Essentialism is a disciplined, systematic approach for determining where our highest point of contribution lies, then making execution of those things almost effortless.

Was hätte der Autor anders machen können?

Auffallend ist die wiederholte Gegenüberstellung der beiden Mindsets des «Essentialist» und des «Non-Essentialist» als zwei Extreme. Dies kann auf den ersten Blick übermässig vereinfacht oder gar dogmatisch wirken. Nichtsdestotrotz hilft diese Gegenüberstellung aber, sich selbst immer in einem der beiden Mindsets (meistens wohl des «Non-Essentialists» 😉) wiederzuerkennen und zu verstehen, wie man stattdessen denken kann.

Was qualifiziert diesen Autoren, über dieses Thema zu schreiben?

Business-Coach und Bestseller-Autor Greg McKeown setzt sich seit vielen Jahren damit auseinander, warum es manche Unternehmen und Teams aufs «nächste Level» schaffen und andere nicht. Er tritt zudem auch als Speaker auf und berät mit seiner Firma Google, Apple und andere Big Players des digitalen Zeitalters.

A non-essentialist thinks almost everything is essential. An essentialist thinks almost everything is non-essential.

Wie ist der Ton des Buches?

Obwohl der Titel eher abstrakt wirkt, ist die Message klar und leicht verständlich. McKeown führt in einem lockeren Erzählstil durch seine vier Schritte. Er untermalt seine Aussagen mit vielen Anekdoten aus seiner Arbeit mit Top-Managern führender Unternehmen, aber auch Geschichten aus seinem eigenen Leben kommen nicht zu kurz. Das macht den Stil sehr persönlich und den Autoren nahbar.

Gesamteindruck: persönliche Einschätzung

In einer Zeit, in der Selbstoptimierungsbücher Hochkonjunktur haben, stellt «Essentialism» nicht die Effizienz in den Vordergrund, um produktiver zu werden, sondern die Effektivität. Spannend finde ich, dass McKeown die Annahme auf den Kopf stellt, dass erfolgreiche Menschen unmöglich ein minimalistisches Mindset haben können. Für ihn ist es sogar ein zentraler Treiber des beruflichen und persönlichen Erfolgs.

Wurde das Buch so geschrieben, dass man sich als Leser*in damit identifizieren kann?

Greg McKeown erwähnt viele Beispiele, die jede*r von uns aus dem Alltag nur zu gut kennt, sich dadurch damit identifizieren kann und erfahren möchte, wie andere gelernt haben, diese Situationen besser zu bewältigen. 

Eine Anekdote über Jeff Weiner, CEO von LinkedIn: «As he explained to me: «I do recall one particular day where, by virtue of circumstances, I was either on conference calls or in meetings non-stop from 5 a.m. until 9 p.m. At the end of the day, I remember how frustrated I felt by the thought that I was not in control of my schedule that day; rather, it was in control of me.»» 

Viele Beispiele zeigen, dass auch Führungskräfte renommierter Unternehmen mit denselben Problemen zu kämpfen haben wie viele von uns: Arbeitsbelastung, Meetingkultur, Bewerbungsgespräche oder etwa Schlafmangel.

If you don’t prioritise your life, someone else will.

Warum würdest du dieses Buch empfehlen?

«Essentialism» zeigt, dass viele kleine und grosse Alltagsprobleme ein und dieselbe Wurzel haben und wie wir diese hands-on anpacken können, um sie nachhaltig zu lösen. Es geht hier aber keinesfalls darum, seine Persönlichkeit ändern zu müssen oder irgendeinem Perfektionszwang hinterherzujagen.

Wem würdest du das Buch empfehlen?

All jenen, die ihre eigenen Annahmen grundsätzlich gerne hinterfragen und die es mit Fassung tragen, den Spiegel gnadenlos auf sich zu richten 😉

Bewertung

Relevanz - aktuell und wichtig
Schreibstil - einfach und verständlich
Gesamteindruck