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Mein Praktikum bei der Previon Plus AG

Alain Sager
Junior Web Developer
Previon@Aeschbachquartier
Im Jahre 2016 begann ich mit der Informatikmittelschule (IMS) in Aarau. Als ich nach drei Jahren meine Berufsmaturität Fachrichtung «Wirtschaft und Dienstleistung» erfolgreich bestanden hatte, folgte für mich das zur Ausbildung gehörende einjährige Praktikum, um meine Ausbildung als Informatiker zu vollenden.

Ziel von diesem Jahr ist es, das gelernte, theoretische Wissen aus der Berufsschule in der Praxis einzusetzen und zu erweitern. Am Ende steht eine individuelle, praktische Arbeit, die IPA an. Mit dieser Schlussarbeit, die im Praktikumsbetrieb abgelegt wird, erlangt man das eidgenössische Fähigkeitszeugnis. Firmen zu finden, welche solche Praktika anbieten, war nicht einfach.

Auf der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz stiess ich zur Previon Plus AG, welche damals, noch vor dem grossen Umzug, direkt neben meiner Schule zu Hause war. Hier fand ich schliesslich im Supportteam meinen Platz. Ich durfte bereits zu Beginn kleinere Support-Tasks von Kunden übernehmen. 

Um mich mit dem gigantischen Drupal-Universum vertraut zu machen, durfte ich auch eigene Projekte umsetzen. Dabei war es nicht selten, dass ich selbst Support und Unterstützung brauchte. Diese erhielt ich von meinen kompetenten und hilfsbereiten Teammitgliedern, welche mir auch in hektischen Zeiten geduldig zur Seite standen.

Das grösste und für mich wichtigste Projekt war meine Abschlussarbeit im April, die aus einem Kundenprojekt bestand.

Die Aufgabe bestand darin, ein eigenes Drupal 8 Modul zu erstellen, welches das Senden von Log-Einträgen zu einer Splunk-Datenbank ermöglicht. Dieses Modul sollte zudem über eine Administrationsoberfläche konfigurierbar sein.

Damit ich mich auf diese Arbeit gut und fokussiert vorbereiten konnte, zog ich mich von den alltäglichen Support-Arbeiten zurück und begann, mich in die Materie einzuarbeiten. 

Nach dem Beginn der IPA blieben mir zehn Arbeitstage, das Projekt umzusetzen. Dazu gehörte nicht nur ein funktionierendes Programm, sondern auch eine umfassende Dokumentation über meine Vorgehensweisen sowie auch über meine aufgetretenen Probleme und Lösungen. Den korrekten Aufbau dieser Dokumentation lernte und übte ich bereits in der Berufsschule. 

Die Prüfung wurde von einem Hauptexperten, einem Nebenexperten sowie von meinem Vorgesetzten Thomas Werthmüller begleitet, anschliessend korrigiert und bewertet. Diese Personen waren dann auch meine Ansprechpartner während der Arbeit und standen mir bei Problemen zur Seite. Die Arbeit verlief trotz der einen oder anderen Schweissperle glücklicherweise ohne grosse Stolpersteine.

Entwicklung Drupal

Ich war erleichtert, als ich am zehnten und letzten Tag meine Arbeit fristgerecht abgeben konnte. An eine Auszeit war aber nicht zu denken: Zur Abschlussarbeit gehört auch eine Präsentation des gesamten Projekts, sowie ein Fachgespräch mit den Experten, welches ebenfalls in die Bewertung einfliesst.

Beim Layout der PowerPoint-Präsentation konnte ich auf die kompetenten Augen unserer Designer zählen, welche mir mit Ratschlägen zur Seite standen. Ein angenehmer Nebeneffekt in einer Firma zu arbeiten, in der nicht «nur» programmiert wird.

Vor dem Fachgespräch erhielt ich ein kurzes Briefing über die oft angesprochenen Themen und beruhigende Worte, um meine Nervosität zu stillen.

Unter Einhaltung aller COVID-19 Massnahmen hielt ich meine Präsentation. Generell war das Virus ein Thema: Anfangs war von der Prüfungskommission her nicht klar, wie und ob die Prüfung überhaupt durchgeführt werden konnte. Letztendlich durfte ich jedoch unter Auflagen der Kommission starten. Zum Glück – denn kurz nach meinem Start wurde die Durchführung von weiteren Prüfungen im Aargau unterbrochen.

Nun warte ich gespannt auf das Ergebnis und schaue auf ein interessantes, lehr- und abwechslungsreiches Praktikumsjahr als Previonaut zurück.

Der Autor