Mindset & Trends

30. Mai 2022

Die Business Safari zu Gast bei Previon

Am 16. Mai war der Publishing Business Club um Andreas Käppeli bei uns zu Gast in Aarau, um von Founder & CEO Roger Wernli und Integrator Stefan Ruoss mehr über das Unternehmensführungsmodell EOS zu erfahren. Lesen Sie im Rückblick von Founder & CEO Roger Wernli, welche Insights er mitnimmt.
EOS

Was ist der Hintergrund des Events?

Andreas und ich kennen uns seit vielen Jahren. Wir haben die erste Marketingstrategie für Previon zusammen erarbeitet. In der Zwischenzeit durfte ich mit verschiedenen Inputs und Präsentationen an seinen Events teilnehmen.
Da sich im Rahmen der Transformation (People, Vision, Technologie, Markt, Kunden, Leadership) viel verändert, interessieren sich Kund:innen, Partner:innen und Freund:innen dafür, wie wir diesem Wandel bei Previon begegnen.
Wir haben uns vor knapp zwei Jahren entschieden, unsere Organisationsform diesem Wandel anzupassen, was viele interessiert.
So kommt es, dass uns Organisationen und Teams im Büro besuchen und wir über unsere Erfahrungen diskutieren. Es war ein Erfahrungsaustausch zum Thema Organisationsentwicklung.

Welche Themen lösten die spannendste Diskussion aus?

  • Veränderungen am Modell oder an der Organisation haben zwei Reaktionen zur Folge: Einige stehen Veränderungen mit Skepsis gegenüber, Andere nehmen sie als Motivation – diese Meinung teilten sämtliche Teilnehmer.
  • Viele haben eine Idee oder sogar einen Plan zur Veränderung, wenige starten eine solche Initiative konsequent. Man hat ‘keine Zeit’ oder findet andere Ausreden, wieso man keine Veränderung angeht. Denn kurzfristig bedeutet es einen zusätzlichen Mehraufwand.
  • Der Fachkräftemangel lässt vermeintlich wenig Spielraum, wenn es darum geht, Mitarbeiter:innen, die nicht ins Team passen, zu ersetzen. 
  • Als Dienstleister ist man teilweise grossen Auftragsschwankungen ausgeliefert: Wie kann damit umgegangen werden? 

Was für eine Gruppe war dabei?

Die Gruppe bestand aus Führungskräften und Eigentümern von namhaften Firmen aus der grafischen Industrie.

Welche Fragen hatten sie?

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Start einer solchen Initiative?
  • Wieviel Zeit absorbiert das?
  • Wie reagieren Mitarbeiter:innen, Partner:innen und Kund:innen?
  • Weshalb haben wir uns für das Modell von EOS entschieden?
  • Wie lange dauerte dieses interne Projekt?
  • Was haben wir erreicht?
  • Welche Hindernisse sind uns begegnet?

Einige dieser Fragen beantworten wir übrigens in unserem vorherigen Beitrag zum Thema EOS

Was sind für dich die wichtigsten Takeaways?

  • Man sollte mit einer solchen Initiative zum richtigen Zeitpunkt starten: Der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung ist dann, wenn man weiss, warum man eine Veränderung herbeiführen will und was damit erreicht werden soll.
  • Es sollte genügend Zeit für die Veränderung eingeplant werden, denn es dauert länger, als man gerne hätte.
  • Nicht zu entscheiden ist schmerzhafter, als falsch zu entscheiden: Aus Entscheidungen kann man lernen und es das nächste Mal besser machen.
  • Fachkräftemangel und damit auch die passenden Mitarbeiter zu haben und zu finden, ist ein sehr präsentes Thema.

Denkst du, dass ein Modell wie EOS anderen auch etwas bringen könnte? 

Meiner Meinung nach ist das effektiv eingesetzte Modell nicht der springende Punkt. Wichtiger ist es, in das Doing zu kommen und den Plan konsequent zu verfolgen.
Ein Vorteil von EOS ist sicherlich, dass man einen relativ schnellen Einstieg findet und nicht bei allen Themen von Null beginnen muss.