Mindset & Trends

27. Januar 2022

Die 9 wichtigsten Tech-Trends 2022

Was sind die top Tech-Trends, die uns dieses Jahr besonders beschäftigen werden? Nach ausgiebiger Recherche und der Konsultation von verschiedenen Quellen zeigen wir auf, welche Tech-Trends das Jahr 2022 besonders prägen werden und uns am relevantesten erscheinen.
Tech-Trends

Physischer Tech-Stack, einfacheres Teilen von Daten und KI für mehr Sicherheit (Quelle: Deloitte)

1. Vermehrt physischer Tech-Stack

Nicht nur Laptops und Mobiltelefone, sondern auch andere Smart Devices werden für Unternehmen immer relevanter und wichtiger. Smarte Fabrik-Ausrüstung, Kochbots, Inspektions-Drohnen und viele weitere Geräte gilt es nun zu managen und zu sichern, da sie das Daily Business erheblich erleichtern. Diese neuen Geräte erfordern jedoch ausgebildete Fachkräfte, die sie bedienen können. CIOs müssen folglich ihre bestehenden Mitarbeitenden entsprechend schulen und neue Fachspezialist:innen akquirieren.

2. Einfacheres Teilen von Daten

Eine grosse Anzahl von neuen Technologien ermöglicht neuerdings ein vereinfachtes Teilen von Daten innerhalb der eigenen Organisation und zwischen verschiedenen Organisationen, ohne den Aspekt des Datenschutzes zu vernachlässigen. Dadurch eröffnen sich neue datengetriebene Möglichkeiten. Die Fähigkeit, gesicherte Daten innerhalb eines Ökosystems oder eine Wertkette mit anderen zu teilen, lässt sogar neue Business-Modelle und Produkte entstehen, wie etwa während dem Anfang der Corona-Krise: Mithilfe der neuen Technologien war es Forscher:innen möglich, ihre Daten über verschiedene Organisationen hinweg zu teilen, wodurch die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen wesentlich schneller erfolgen konnte.

3. KI für mehr Sicherheit

Cybersecurity-Teams werden bald von der Grösse und dem Volumen von Cyberattacken überfordert sein. Besonders durch Home-Office und die technologischen Fortschritte wie etwa 5G steigt die Anzahl Cyberattacken bei Unternehmen exponentiell. Hier soll Künstliche Intelligenz Abhilfe schaffen: Durch den Einsatz von KI wird es Unternehmen nicht nur möglich sein, schneller auf Bedrohungen zu reagieren, sondern sie auch schon im Voraus zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dies gibt den menschlichen Sicherheitsbeauftragten wertvolle Zeit, sich um andere Themen, u.a .die Verbesserung der allgemeinen Sicherheit und Bereitschaft, zu kümmern.

Privacy-Enhancing-Computation, Total Experience und Hyperautomatisierung (Quelle: Gartner)

4. Verbesserter Schutz der Privatsphäre

Mithilfe von Privacy-Enhancing-Computation werden verschiedene Technologien eingesetzt, die zum Schutz der Privatsphäre beitragen. Dies auch in Umgebungen, die als unsicher gelten. Besonders jetzt, wo zunehmend strengere Datenschutzgesetze in Kraft treten, ist dies von grosser Bedeutung.

5. Von Customer Experience zu Total Experience

Bestimmt haben Sie den Begriff «Customer Experience» schon mindestens einmal gehört. «Total Experience» geht noch einen Schritt weiter und soll eine umfassende Lösung bieten, die zusätzlich zur Kundenzufriedenheit auch die Mitarbeiter- und Benutzerzufriedenheit sowie die Multiexperience fördern soll, was das Unternehmenswachstum beschleunigt und das Vertrauen und die Loyalität der Stakeholder steigert.

6. Gesteigerte Effizienz durch Hyperautomatisierung

Die Automatisierung von Prozessen wird zunehmend wichtiger. Laut McKinsey werden bis 2025 die Hälfte aller Prozesse automatisiert ablaufen. Unter Hyperautomatisierung versteht man das Identifizieren und Automatisieren von so vielen Geschäfts- und IT-Prozessen wie möglich.

Everything-as-a-Service, die no-code-Revolution und der Metavers (Quelle: LinkedIn)

7. Everything-as-a-Service durch KI

Künstliche Intelligenz wird dieses Jahr massgeblich prägen. So wird es auch kleineren Unternehmen möglich sein, ihr «digitales Hirn» auszubauen – und zwar ohne, dass Technologie-affine Menschen eingestellt werden müssen. Künstliche Intelligenz existiert schon für alle erdenklichen Geschäftsprozesse, wie etwa HR, Marketing, Projektmanagement und Design. Die Services werden nicht von menschlichen Mitarbeitenden, sondern von KI ausgeführt. Dadurch wird Zeit frei, die für andere gewinnbringende Unternehmensaktivitäten eingesetzt werden kann.

8. No-Code-Revolution

Im Jahr 2022 werden zunehmend solche KI- und IoT-Services von Unternehmen eingesetzt, ohne, dass auch nur ein Stück Code von ihnen programmiert wurde.
Programme wie Codex sollen in der Zukunft basierend auf der menschlichen Stimme Codes programmieren können – ein bahnbrechender technischer Fortschritt.

9. Überschneidung des «realen» und des «digitalen» Lebens

Die Corona-Krise hat unser Arbeitsleben massgeblich beeinflusst: So auch in Bezug auf die technische Infrastruktur. Viele Personen arbeiten vermehrt oder sogar ausschliesslich von zu Hause. Unter einem Metavers versteht man ein «digitales» Leben, das parallel zum «echten» Leben abläuft. Diese Metaverse sollen mit zunehmender Genauigkeit das echte Leben simulieren: Handlungen wie sich mit Freund:innen auszutauschen, Games zu spielen aber auch zu arbeiten, werden sich zunehmend in der digitalen Welt abspielen. Ericsson prognostiziert sogar, dass gewisse Aspekte der digitalen Welt bis Ende 2030 nicht mehr von der echten Welt zu unterscheiden sein werden.