Jörg Stuker und Thomas Junghans von namics vermittelten gestern anlässlich des Internet-Briefings ihre Erfahrungen zum Thema «HTML5». Wie und wo wird HTML5 eingesetzt, was gilt es zu beachten?
Den Fokus setzten sie dabei auf die wichtigsten Funktionalitäten und wo deren Einsatzbereich ist.
Geolocation, Video Support, Web Forms und Drag and Drop (ja, sogar im IE6) können bedenkenlos schon heute eingesetzt werden, dazu ist auch HTML5 nicht explizit erforderlich. Zudem ist die Degradation gewährleistet, falls also ein Browser die Funktion nicht kennt, ignoriert er sie oder ein Fallback ist bereits eingebaut.
Web Storage, Push State, Web Sockets und Canvas haben ein vielversprechendes Potential, sind aber noch mit einigen technischen Hürden behaftet. Ihr Einsatz muss wohlüberlegt sein, ist doch einiges an Aufwand nötig, um die korrekte Lauffähigkeit zu gewährleisten.
Die Semantik, eigentlich DIE wichtigste Neuerung von HTML5, ist sicher der Weg in die richtige Richtung und die Zukunft des Webs. Solange aber kein einziger Browser diese Auszeichnung zu nutzen weiss und man nur mit Hilfe von Javascript-Bibliotheken wie «modernizr» ältere Browser zur korrekten Darstellung zwingen kann, ist auch dieser Einsatz fragwürdig.
Eins steht aber auf jeden Fall fest: Für mobile Anwendungen führt kein Weg an HTML5 vorbei! Und dabei gilt: «Mobile First», denn was auf einem kleinen Device funktioniert, funktioniert auch auf einem grossen Screen. Zudem kann dem Kunden auf einer kleineren Projektionsfläche besser vermittelt werden, dass WENIGER eben oft MEHR ist!
Bemerkung am Rande: die abschliessende Diskussion behandelte vorwiegend das Thema IE6 und wie bringe ich den Kunden/User dazu, auf einen mordernen Browser zu wechseln :)
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